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PORTRÄT

Zur Person

Prof. Dr. med. Olga Kordonouri
Fachärztin für Kinder- und Jugend- medizin und Diabetologin der Ärztekammer Niedersachsen

· 1963 in Pyrgos, Ilias, Griechen- land geboren

· verheiratet mit Dr. phil. Kai- Marcus Thäsler, 1 Tochter

WISSENSCHAFTLICHER WERDEGANG:

· 1969 - 1981 – Besuch der Grund- schule, des Gymnasiums und des Lyceums in der Heimatstadt, Amaliada, Ilias, Griechenland - Abschluß mit Abitur

· 1981 - 1987 – Studium der Hu- manmedizin an der Universität Athen

· 1992 – Erlangung des Doktor- titels mit Summa cum laude an der Freien Universität Berlin

· 2003 – Habilitation zum Dr. med. habil. im Fach "Pädiatrie" an der Charité Universitätsmedizin Berlin

· 2006 – Umhabilitation an der Me- dizinischen Hochschule Hannover

· 2008 – Ernennung zur außerplan- mäßigen Professorin der Medizini- schen Hochschule Hannover

BERUFLICHER WERDEGANG:

· 1985 - 1988 – Forschungsassis- tentin in der Abteilung "Künstlicher Pankreas" II. Propädeutik Klinik für Innere Medizin, Universität Athen

· 1988 - 1989 – Assistentin der Kli- nik für Innere und Allgemeinmedi- zin, Kreiskrankenhaus Krestena, Ilias, Griechenland

· 1991 - 1996 – Ärztliche und wis- senschaftliche Mitarbeiterin in der Kinderklinik "Kaiserin Auguste-Victoria Haus" der Freien Univer- sität Berlin

· 1996 - 2001 – Ärztliche und wis- senschaftliche Mitarbeiterin in der Klinik für Allgemeine Pädiatrie, Otto-Heubner-Centrum für Kinder- und Jugendmedizin, Campus Virchow-Klinikum, Charité Univer- sitätsmedizin Berlin

· 1999 - 2005 – Leiterin des Diabe- tes Forschungslabors der Charité, Campus Virchow-Klinikum, Humboldt Universität, Berlin

· 2000 - 2005 – Lehrkoordinatorin des Otto-Heubner-Centrums für Kinder- und Jugendmedizin, Charité Universitätsmedizin Berlin

· 2001 - 2005 – Oberärztin und Leiterin der Arbeitsgruppe pädia- trische Diabetologie in der Klinik für Allgemeine Pädiatrie, Otto- Heubner-Centrum für Kinder- und Jugendmedizin, Campus Virchow-Klinikum, Humboldt Universität, Berlin

· 2006 bis heute – Oberärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedi- zin III im Kinderkrankenhaus auf der Bult

Prof. Dr. Olga Kordonouri

Ärztin aus Leidenschaft

Sie ist eine bemerkenswerte Medizinerin, sie hat eine beacht- liche Karriere gemacht, und sie ist ein leuchtendes Beispiel für eine gelungene Integration. Als Oberärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Kinderkrankenhaus auf der Bult behan- delt und betreut Prof. Dr. Olga Kordonouri Kinder, die an der Zuckerkrankheit Diabetes leiden. "Wenn man seine Ziele mit Ausdauer verfolgt und auf längere Sicht Freude daran hat, dann kommt der Erfolg von ganz allein", meint Prof. Dr. Olga Kordonouri – und fügt sogleich beschwichtigend hinzu: „Nur Lernen macht keinen Spaß, das ist nicht Sinn des Lebens.

Man muss auch genießen können. Wenn es Zeit zum Lernen
war, dann habe ich mich darauf konzentriert. Und wenn das
erledigt war, habe ich mich mit dem Leben beschäftigt". Ein gu- tes Rezept, das für sie nur die besten Nebenwirkungen hatte. Ganz sicher half es auch, dass die Begeisterung für fremde Sprachen bereits in der Familie lag. "Wenn man in Griechenland zur Schule geht, dann fängt man schon ab der dritten Klasse außerhalb der Schule an, eine Fremdsprache zu lernen", erklärt Prof. Dr. Kordonouri. "Das war bei mir und auch bei meiner Schwester der Fall. Wir haben privaten Englischunterricht be- kommen. Und wie das immer so ist: Dort wird viel gelernt, viel gelesen, viel verstanden und wenig gesprochen. Ab der siebten Klasse hatten wir in der Schule dann Französisch-Unterricht. Gleiches Muster, beide Sprachen konnte ich nicht so richtig gut sprechen. Als Studentinnen haben meine Schwester und ich uns dann entschlossen, eine weitere Fremdsprache zu erlernen."
Und das war Deutsch. Mit einem Stipendium kam sie während ihres Medizinstudiums an der Universität Athen zum Goethe-Institut in Bremen. Danach kehrte sie immer wieder nach Deutschland zurück, um ihre frisch erworbenen Sprachkennt- nisse anzuwenden und weiter zu vertiefen. "Während dieser
Zeit habe ich dann auch das Angebot erhalten, bis zum Ende meiner Facharzt-Ausbildung zu bleiben und hier den Abschluss zu machen. So sind aus den zwei Jahren jetzt schon 20 Jahre geworden", erzählt Prof. Dr. Kordonouri. Und das hat seine guten Gründe, denn sie ist in die flache norddeutsche Land- schaft verliebt ("weil man dort sehr viel mit dem Fahrrad unter- wegs sein kann") und sie schätzt die Zuverlässigkeit und die gute Organisation der Deutschen sowie ihren offenen Umgang mit der eigenen Vergangenheit. Was der smarten Ärztin aller- dings fehlt, ist die Nähe zum Meer und die mediterrane Sponta- neität. "Ach ja, und ich vermisse es in Deutschland, dass die Ärzte mal etwas schicker angezogen sind", bemerkt sie kess. "Also, Birkenstock trage ich nicht!" ◊ KP/MK

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