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AKTUELLES

Zur Person

Dimitrios A. Ioannou
geboren am 20.8.1956 in Athen; verheiratet und Vater von zwei Töchtern und einem Sohn; spricht Englisch und Französisch

Der neue Generalkonsul - Dimitrios A. Ioannou


· 1984 Absolvent der Universität von Piräus, Diplom der Wirt- schaftswissenschaften

· 1989 Absolvent der Nationalen Verwaltungsakademie Griechen- lands

· 1985 - 1987 Tätigkeit als Wirt- schaftswissenschaftler in der Land- wirtschaftsbank von Griechenland

· 1989 Eintritt in den diploma- tischen Dienst

· 1989 - 1993 Athen Außenminis- terium, Direktion für die Griechen der Diaspora

· 1993 - 1994 Athen Außenminis- terium, Direktion für die Grie- chisch-Türkischen Beziehungen

· 1994 - 1998 Montreal, Kanada: Konsul der Republik Griechenland

· 1998 - 2000 Tunis, Tunesien: Er- ster Botschaftssekretär in der Bot- schaft der Republik Griechenland

· 2000 - 2004 Athen Außenminis- terium, Direktion für die OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa)

· 2004 Rom, Italien: NADEFCOL (NATO Defense College - deutsch: NATO-Verteidigungsakademie)

· 2004 - 2005 Athen Außenminis- terium, Direktion für die Beziehun- gen zu den Staaten der ehema- ligen Sowjetunion

· 2005 - 2009 Moskau, Russland: Erster Botschaftsrat in der Botschaft der Republik Griechenland

· Seit September 2009 Hannover, Deutschland: Generalkonsul der Republik Griechenland

Hannovers neuer Generalkonsul | Dimitrios A. Ioannou

Hannover – Eine Stadt der Zukunft

Die hiesige diplomatische Vertretung Griechenlands hat seit
dem 8. September mit Dimitrios A. Ioannou einen neuen Ge- neralkonsul. Der Diplomat mit dem Rang eines Botschaftsrats kommt geradewegs aus Moskau und wird für die kommenden vier Jahre die Amtsgeschäfte seines Vorgängers Eleftherios Proios fortführen.

Dimitrios A. Ioannou hat bislang noch nicht in Mitteleuropa ge- arbeitet. Die Entscheidung des Griechischen Außenministeriums wurde von ihm mit Genugtuung aufgenommen, weil er gern einmal dieses Land, seine Kultur und die dort lebenden Grie- chen kennenlernen wollte. Hannover sei ein sehr guter Posten, findet Generalkonsul Ioannou. Weil diese Stadt fast genau in
der Mitte von Deutschland liegt. Und weil Hannover eine Stadt der Zukunft sei, wie er festgestellt hat. "Meine ersten Eindrücke von Hannover sind sehr positiv", schwärmt der weltgewandte Diplomat. "Diese Stadt ist hervorragend organisiert, sauber
und gastfreundlich. Was mir besonders gefällt, ist die vorbild- liche Hierarchie im Straßenverkehr: Eine perfekte Infrastruk- tur, die allen dient: den Passanten, den Fahrradfahrern und
den Autos. Glauben Sie mir: Diese Priorität und Ordnung mit einem ökologischen Akzent findet man nicht so oft in einer an- deren europäischen Großstadt! Hannover hat darüber hinaus
die ideale Größe. Nicht zu groß, aber auch nicht zu klein."

Der gern radelnde Vater von zwei Töchtern und einem Sohn wurde am 20. August 1956 in Athen geboren. 1984 machte
er an der Universität von Piräus sein Diplom der Wirtschafts- wissenschaften, war von 1985 bis 1987 an der Landwirtschafts- bank von Griechenland tätig und trat 1989 in den diploma- tischen Dienst ein. Bisherige Auslandsaufenthalte führten ihn neben Moskau auch nach Tunis, Rom und Montreal.

"Wo immer ich bin, mich interessieren stets die individuellen Lebensumstände der Griechen in dem jeweiligen Land", er-
klärt Dimitrios A. Ioannou. "In der ganzen Welt wird von der griechischen Diaspora die nationale Identität groß geschrieben und gepflegt. Parallel hat man sich in den USA, in Kanada, in Australien und natürlich in Deutschland bestens integrieren können. Für mich ist es von besonderem Interesse zu beobach- ten, in wie fern die Distanz zum Mutterland den Grad der Teil- nahme an Vereinsstrukturen und Veranstaltungen, die Griechen- land im Mittelpunkt stellen, beeinflusst. Die Möglichkeit, von Deutschland aus mal kurz seine Heimat und seine Verwandten besuchen zu können, ist öfter gegeben als für die in Australien oder in Kanada lebenden Griechen. Man kann also sagen, dass die Entfernung zur Heimat die Lebensweise der Menschen be- trächtlich beeinflusst."

Aber auch Sprachkenntnisse sind von großer Bedeutung für die eigene nationale Identität und eine harmonische Integration in eine fremde Kultur, wie der jugendliche Diplomat aus eigener Erfahrung weiß. Er spricht Englisch und Französisch und lernt gerade Deutsch. "Ich habe festgestellt, dass die Struktur der deutschen Sprache auf dem Altgriechischen basiert. Deshalb
bin ich schon der Meinung, dass diese Quelle für die deutsche Sprache eine bessere Stellung im muttersprachlichen Unter- richt in Deutschland verdient." ◊ MK


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