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REISE

Mit dem Motorrad durch Griechenland

Tour de Hellas

Tankstop – Eine Runde für alle!

Wenn Sie eine Gruppenreise mit dem Mo- torrad durch Griechenland planen, kann es nur von Vorteil sein, wenn unter den Bikern auch ein Grieche ist. Denn als "Fremden- führer" ist er für alle anderen Mitfahrer ei- ne unschätzbare Hilfe. Er kennt ganz sicher die besten Küstenstraßen und schönsten Tavernen. Außerdem kann er die Straßen- schilder entziffern und die Speisenkarte übersetzen.

In diesem Sinne war Wango Georgiadis der vielleicht wichtigste Mann in der Truppe, die am 20. Mai ihre Motorräder aus einer La- gerhalle in Thessaloniki rollten. Eigentlich wollte er gar nicht mitfahren mit den Freunden, die jedes Jahr so eine Rundreise durch ein anderes Biker-Revier in Europa unternehmen. Wie sie ist auch er "so um die 40", selbständiger Elektromeis- ter aus Hemmingen, hat reichlich zu tun und Familie. "Als meine Frau mir dann aber zu meinem Ge- burtstag ein Flugticket nach Thessaloniki geschenkt hat, gab’s für mich kein Halten mehr. Ich hab‘ mich sofort daran gemacht und mit einer Landkarte und Google Earth die Tour ausgearbeitet und mich um die
Spedition für die Motoräder und die Hotels für die Jungs gekümmert", erzählt Wango nach der Rückkehr bei einem
Teller Gyros. Während die Motorräder (jeweils eine Buell, Ducati und Suzuki und sechs Harleys) also mit dem LKW
nach Griechenland verfrachtet wurden, reiste Wango mit seinen acht Jungs bequem im Flieger nach Thessaloniki.
Von dort ging’s die nächsten 1.700 Kilometer weiter auf
zwei Reifen – einmal rund um den Olymp und entlang der Küste über Volos und den Angelhaken Pilion bis zur Spitze Milina, dann weiter über das Gebirge nach Thermopylen (Denkmal von Leonidas, Schlacht von Thermopylen, be-
kannt aus dem Film "300") bis zum Orakel von Delphi, ein kurzer Abstecher auf die Pelo- ponnes, und von dort wie-
der zurück nach Thessaloniki über Amfilochia, Meteora
und den Katara-Pass. "Ich hab‘ mir die Straßen schlimmer vorgestellt, doch selbst die Nebenstrecken waren gut aus-

Gute Aussichten - In Griechenland nach jeder Kurve

gebaut", sagt Wango im Nachhinein. "Das wirklich Faszi- nierende in Griechenland aber ist, dass es für Motorrad- fahrer von allem etwas gibt: Berge und steile Serpenti-
nen, Strände und traumhafte Küstenstraßen, Landschaft
und wenig Verkehr abseits der Autobahnen, außerhalb der Saison fast immer freie und günstige Hotels, und an jeder Ecke eine Sehenswürdigkeit." Und Buell-Biker Didi ergänzt: "Wir haben uns alle sehr gut verstanden, hatten keine Pan- nen, haben immer sehr gut ge- gessen und nette, sehr gastfreundliche Menschen getroffen. Im Grunde war jeder Tag ein Highlight". ◊ MK

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