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GRIECHISCHES LEBEN

Athens neues Akropolis Museum

Der moderne Sitz der Antike

Glanzvoll in Szene gesetzt - Griechenlands Geschichte im neuen Licht

Am 20. Juni ist nach elf Jahren Bauzeit das neue Akropolis Museum eröffnet worden. Staats- und Regierungschefs aus mehr als 20 Ländern Europas nahmen an den Feier- lichkeiten in Athen teil. Entworfen hat das monumentale Glanzstück aus Glas und Stahl der Schweizer Stararchitekt Bernard Tschumi.

Das schnittige Bauwerk am Fuße der fast 2.500 Jahre alte Kultstätte der wichtigsten griechischen Heiligtümer erstreckt sich über drei Stockwerke und eine Fläche von rund 25.000 Quadratmetern. Es ersetzt
das bisherige Museum auf dem Akropolis-Hügel, das seit langem schon zu wenig Raum geboten hatte. Viele der sehens- werten Schätze waren deshalb unzugäng- lich für Besucher und mussten in Magazinen aufbewahrt werden. Zu Verzögerungen war es gekom- men, weil beim Ausheben der Baugrube Überreste von zum Teil antiken Gebäuden ans Tageslicht kamen. Diese kostbaren Artefakte wurden an ihren ursprünglichen Fundstätten in rund acht Meter Tiefe konserviert und können von den Besuchern durch einen Glasboden betrachtet werden. Im

Hoch hinaus - Die Antike über 3 Etagen

neuen Museum, das auf den ausgegrabenen Fundamenten und Mauern von jahrhundertealten Wohnhäusern steht, sind nun nahezu alle unschätzbar wertvollen Fundstücke aus der Antike ausgestellt. Viele Exponate, vor allem Teile des Fries- es am Parthenon-Tempel der Akropolis, werden jedoch als detailgetreue Nachbildungen aus weißem Marmor präsen- tiert, da sich die Originale noch im Britischen Museum in London befinden. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts hatte Lord Elgin (der damalige britische Botschafter in Istanbul) u. a. auch die am besten erhaltenen Teile des Parthenons ("Jung- frauengmach") demontiert und nach England verfrachtet.
"Es ist die Zeit gekommen, dass die Wunden des Monumen- tes geheilt werden – mit der Rückkehr der Marmorteile, die ihm gehören", betonte Staatspräsident Karolos Papoulias bei seiner Eröffnungsrede. Mit dem Akropolis Museum ist eines der bisher stärksten Argumente Großbritanniens, in Athen gebe es keinen geeigneten Ort für die Ausstellung dieses bedeutenden Marmorfrieses, gefallen. Kulturminister Antonis Samaras machte den Briten im Rahmen der Eröffnungsfeier

(Mu)sehenswert - Das Parthenon-Fries

dazu ein verlockendes Angebot: Sollten die fehlenden Fries- teile zurückgegeben werden, sei Griechenland im Gegenzug bereit, hochwertige Ausstellungsstücke aus der Antike ins Britische Museum zu schicken. Der Eintritt kostet in den er- sten sieben Monaten übrigens nur einen Euro. ◊ MK


Hinweis:
Akropolis Museum
2-4 Odos Makrygianni
11742 Athen
www.theacropolismuseum.gr


Ein Highlight - Auch bei Nacht




Öffnungszeiten:
Di - So: 8 - 20 Uhr
Montags sowie am 01. Jan., 25. März, Oster-
sonntag, 01. Mai, 25. & 26. Dez.: geschlossen

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