magazin-botschaft.de - Das Magazin f?r Griechen und Freunde Griechenlands

PORTRÄT

Zur Person

Seine Eminenz Metropolit
Dr. h.c. Augoustinos von Deutschland

Griechisch-Orthodoxe
Metropolie von Deutschland
Dietrich-Bonnhoeffer-Str. 2
53227 Bonn
Tel. 0228 / 97 37 84 0
metropolit@orthodoxie.net
www.orthodoxie.net

S. E. Metropolit Augoustinos (La- bardakis) wurde am 7. Februar 1938 in Voukolies auf der Insel Kreta geboren. Er besuchte das Gymnasium und die Theologische Hochschule auf der Insel Chalki bei Istanbul und studierte Theolo- gie und Philosophie an den Univer- sitäten von Salzburg und Münster sowie an der Freien Universität Berlin

· 1960 wurde er zum Diakon ge- weiht

· 1964 erhielt er die Priesterweihe, wurde zum Pfarrer der Gemeinde des Heiligen Nikolaus im damals geteilten Berlin bestimmt und zum
Archimandriten ernannt

· Von 1964 bis 1972 war er Pfarrer in West-Berlin, betreute aber auch die orthodoxen Griechen im Ostteil der Stadt. Gleichzeitig hielt er Vor- lesungen über orthodoxe Theolo- gie am katholischen Seminar der Freien Universität Berlin

· 1972 Ernennung zum Vikarbi- schof der Metropolie von Deutsch- land mit dem Titel des Bischofs von Elaia. Seine Bischofsweihe, die erste eines griechisch-orthodo- xen Bischofs in Deutschland, fand am 26. März 1972 in Frankfurt/ Main statt. Als Vikarbischof setzte er sich besonders für die Anerken- nung der Metropolie als Körper- schaft des Öffentlichen Rechts ein

· 1980 kehrte der damalige Metro- polit Irineos nach Kreta zurück und Vikarbischof Augoustinos wur- de am 29. September 1980 von der Heiligen Synode des Ökume- nischen Patriarchates zum Metro- politen von Deutschland gewählt und am 8. November 1980 in der Metropolitankathedrale Agia Trias zu Bonn in sein Amt eingeführt

· Seit 2006 Vorsitzender der Kom- mission der Orthodoxen Kirche in Deutschland - Verband der Diöze- sen (KOKiD) und somit Vorsitzen- der der Bischofsversammlung der KOKiD

Auszeichnungen & Ehrungen:

· 1980 – Verleihung des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstor- dens der Bundesrepublik Deutsch- land durch Bundespräsident Karl Carstens

· 1992 – Verleihung des Verdienst- ordens des Landes Nordrhein-Westfalen durch Ministerpräsident Johannes Rau

· 1994 – Verleihung des Ehrenor- dens 1. Klasse der Republik Grie- chenland durch Präsident Konstan- tinos Karamanlis

· 2006 – Verleihung der Ehrendok- torwürde durch die Katholisch-Theologische Fakultät der Rheini- schen Friedrich-Wilhelms Universi- tät Bonn

· 2009 – Verleihung des Verdienst- kreuzes 1. Klasse des Niedersäch- sischen Verdienstordens durch Ministerpräsident Christian Wulff

Metropolit Augoustinos

Visionär der Orthodoxie

Die Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland wurde
im Jahre 1963 gegründet. Heute ist sie die drittgrößte christ- liche Kirche in der Bundesrepublik. Ihr Vorsteher Metropolit Augoustinos (Labardakis) lebt seit einem halben Jahrhundert hier, 2010 wird er sein 30jähriges Dienstjubiläum feiern.
Sein besonderes Anliegen in all den Jahren war und ist: Die Integration der hier lebenden orthodoxen Griechen in ihre kirchliche und gesellschaftliche Umgebung.

Metropolit Augoustinos – Freut sich über seine
griechische Gemeinde in Deutschland

Der Aufbau der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutsch- land, die übrigens direkt dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel untersteht, begann erst im Jahre 1972. "Bis da- hin glaubte man, wir wären hier provisorisch. Gleiches gilt für mich: Meine Wurzeln liegen zwar in Griechenland, aber Deutsch- land ist mittlerweile zu meiner Wahlheimat geworden. Deshalb wollte ich nicht, dass wir uns in Deutschland bis in alle Ewigkeit als Gastarbeiter fühlen. Das erste griechisch-orthodoxe Gottes- haus wurde 1976 in Berlin gebaut, heute gibt es bundesweit
über 60 kleine Wunder, wie wir sagen – wenn man bedenkt mit welch geringen Mitteln und mit wie vielen engagierten Menschen, Griechen und Deutschen, wir das erreicht haben! Mich hat bei
all dieser Aufbauarbeit meine Vision bewegt, dass unsere Kirche kein Betreuungsobjekt Anderer sein soll. Sie sollte eine Eigen- ständigkeit haben, die für die Mitchristen von großer Bedeutung ist. Und ich bin froh, dass meine Vision Realität geworden ist. Heute sind wir ein gleichberechtigter Partner zu den anderen Kirchen und hervorragend integriert in der deutschen Gesell- schaft. Und als Metropolie waren wir die ersten, die an der Inte- gration unserer griechischen Landsleute aktiv mitgearbeitet ha- ben. Weil wir nicht nur für die Seele, sondern für den ganzen Menschen da sind."

"Nach den Jahren des Aufbaus, die mit der Hilfe Gottes und von unzähligen Menschen fast abgeschlossen ist, folgen nun die Jahrzehnte der Präsenz. Jetzt sollten wir mit allen Kräften ver- suchen, diese neue Orthodoxie in der Bundesrepublik mit Leben zu füllen und so authentisch wie möglich anderen zu vermitteln. Dafür haben wir die Kommission der Orthodoxen Kirche in Deutschland gegründet, in der wir eng mit den anderen ortho- doxen Diözesen hierzulande zusammenarbeiten. Wir dürfen keine Parallelgesellschaften, kei- ne Ghettos aufbauen. Das wä- re nicht griechisch und auch nicht orthodox!" ◊ MK

Werbung