magazin-botschaft.de - Das Magazin f?r Griechen und Freunde Griechenlands

AKTUELLES

Zur Person

Bisherige berufliche Stationen

1980 – Beginn der diplomatischen Karriere als Attaché im Auswär- tigen Amt in Athen

1982 – Aufstieg zum 3. Botschafts- sekretär in der Abteilung für Inter- nationale Angelegenheiten

1985 – Aufstieg zum 2. Botschafts- sekretär

1986 – Wechsel zur Griechischen Botschaft in Budapest/Ungarn als 1. Botschaftssekretär

1990 – Wechsel zur Griechischen Botschaft in Bern/ Schweiz als 2. Botschaftsrat

1994 – Aufstieg zum 1. Botschafts- rat

1995 – Wechsel zur Griechischen Botschaft in Baku/ Aserbaidschan

1997 – Wechsel in die Abteilung für Bilaterale Beziehungen mit eu- ropäischen Ländern im Auswärti- gen Amt in Athen

2001 – Wechsel nach Korca/ Alba- nien als Generalkonsul und bevoll- mächtigter Minister 2. Grades

2005 – Wechsel nach Hannover/ Deutschland

2009 – Aufstieg zum bevollmäch- tigten Minister 1. Grades




Was macht eigentlich ein Konsulat?

Konsulat – die Vertre- tung der staatlichen Verwaltung eines Landes im Ausland ++ zuständig für die eigenen Landsleute, die im Gast- land leben oder es durchreisen ++ zuständig für die Ausstellung und Verlängerung von Pässen und an- deren amtlichen Dokumenten ++ meldet Geburten, Todesfälle, Hei- raten, Scheidungen, Adoptionen etc., die im Ausland vorgefallen sind, an die Heimatbehörden ++ informiert die eigenen Landsleute im Ausland über Sozialversiche- rungen ++ regelt die Militärsitua- tion der im Ausland lebenden Wehrpflichtigen ++ hilft bei finan- ziellen und anderen Notlagen ++ betreut die eigenen Landsleute im Gefängnis und überwacht die Ge- richtsverfahren auf ihre Rechts- staatlichkeit ++ stellt Einreisevisa für Ausländer aus und informiert sie über die Einreise- und Aufent- halts- oder Arbeitsbedingungen

Zu Ihren Diensten - Mitarbeiter des Generalkonsulats Hannover

Verabschiedung des griechischen Generalkonsuls von Hannover

Zurück nach Athen

Ende August verlässt Generalkonsul Proios nach vierjähriger Amtszeit die griechische Vertretung in Hannover und kehrt zurück ins Athener Außenministerium. Dieser turnusmäßige
und übliche Wechsel an der Spitze eines Konsulates hatte den Diplomaten im Rang eines Botschafters bereits am 19. Sep- tember 2005 nach Ablauf seiner vier Dienstjahre in Albanien nach Hannover geführt. Besonders gefallen hat dem weitge- reisten und weltgewandten Staatsbeamten und Vater von

Generalkonsul der Hellenischen Republik Botschafter Eleftherios Proios – Auf den Diplomaten warten neue Aufgaben in Athen


sechs Kindern die Kultur, die Literatur und die Mentalität der Deutschen. Nur mit der herzhaften heimischen Küche konnte
er sich bis dato nicht anfreunden. Im Gespräch mit unserem Magazin lässt Botschafter Eleftherios Proios seine zurücklie- gende Amtszeit im Griechischen Generalkonsulat in Hannover
in aller Kürze Revue passieren.

Im Interview mit Generalkonsul Eleftherios Proios

Redaktion: War die Versetzung von Albaniennach Hannover Ihre Wahl oder wurden Sie dazu berufen?
Eleftherios Proios: "Das Auswärtige Amt schreibt die freien Konsulats-Stellen aus und die potentiellen Konsule stellen An- träge. In Deutschland gab es drei griechische Konsulate neu
zu besetzen. Ich wurde für Hannover bestimmt."

Redaktion: Waren Sie glücklich mit dieser Wahl?
Eleftherios Proios: kurz und mit einem Lächeln im Gesicht: "Ja."

Redaktion: Welche Aufgaben haben Sie in den vergangenen
vier Jahren in Hannover wahrgenommen?
Eleftherios Proios: "Die typischen konsularischen Aufgaben wie beispielsweise Passvergabe, Regelung von militärischen
und standesamtlichen Angelegenheiten sowie die Kontaktpfle-
ge zu den griechischen Gemeinden in Niedersachsen. Darüber hinaus helfen und unterstützen ich und meine Mitarbeiter die
hier lebenden griechischen Mitbürger bei all ihren privaten und beruflichen Belangen."

Redaktion: Gab es gravierende Probleme während Ihrer Amtszeit?
Eleftherios Proios: "Nein. Große Probleme gab und gibt es nicht, weil wir hervorragend mit den deutschen Behörden zu- sammen arbeiten. Einzig im Bereich des muttersprachlichen Unterrichtes in der Schule sehen wir noch einige Lücken, die
es zu schließen gilt. 2005 hat die Niedersächsische Landesre- gierung eine Anordnung erlassen, nach der die griechische Sprache an den hiesigen Schulen nur noch eingeschränkt
gelehrt werden kann, weil die finanziellen Mittel dafür fehlen."

Redaktion: Welche Rolle spielt vor diesem Hintergrund das Thema "Integration"?
Eleftherios Proios: "Integration ist für uns ein sehr wichti-
ges Thema. Es ist der besonders große Wunsch Griechen-
lands, dass sich die hier lebenden Griechen sich in die deut-
sche Gesellschaft integrieren. Das jedoch, ohne ihren Bezug nach Griechenland zu verlieren. Wichtig dabei ist, dass man
die Wurzeln nicht vergisst und dass weiterhin die griechische Muttersprache gesprochen und gepflegt wird. Wir wollen auf
gar keinen Fall, dass die Griechen sich hier einigeln oder in
einer Parallel-Gesellschaft leben. Ich bin überzeugt, dass die Griechen – nicht nur in Hannover, sondern auch in ganz Deutschland – sich bis zum heutigen Tag sehr gut integriert haben." ◊ MK

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