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GRIECHISCHE KÜCHE

Griechische Gastronomie in Hannover
Kalimera | Ambrosia | Porträt & Rezept | Minoas


Kalimera

Auf einen guten Tag in Garbsen

Anfang Februar 2006 hat Hannovers bekanntester Produzent von griechischem Joghurt und Zaziki in Garbsen ein bemerkenswertes Projekt gestartet.

Kalimeras Marktstand - Macht Appetit auf Griechenland

In einem sonnig gelben Gebäude auf der grünen Wiese an der Bremer Straße vereint Apostel meh- rere Gastro-Konzepte unter einem Dach: Im Eingangsforum können ausgesuchte griechische Weine und Olivenöle probiert werden, die Brasserie mit behaglicher Raucher-Lounge serviert Getränke und kleine Mahlzeiten, am appetitlich gefüllten Marktstand gegenüber gibt es frisch gebackenes Stein- ofenbrot, hausgemachte Marmeladen, Oliven, Ziegen- und Schafskäse sowie Wurst und Schinken für den leckeren Genuss zuhause, und in der farbenfrohen großen Taverne wird mediterran gespeist: Gyros und Souvlaki, Lammspieß und Rumpsteak, Dorade und Wolfsbarsch, aber auch selbst ge- machte Nudeln und Pizza. Kalimeras besondere Spezialitäten sind das Lemonato (gegrilltes Rot- barschfilet in Limonen-Sauce mit gebackenem Fenchel auf Langkorn-Risotto, das übrigens nur mit- tags angeboten wird) und Kokkinisto (ein herzhaftes traditionelles Topfgericht mit zartem Lammra- gout in einer würzigen Tomaten-Sauce). Eine tolle Idee sind die vielen Kräuterbeete zum Selbstzup- fen! Die Küche ist preiswert, familienfreundlich und verwendet marktfrische Zutaten. Wer es gern privater mag, reserviert ei-
nen Tisch im stilvollen "Griechischen Haus". Im Obergeschoss schließlich ist das Symposion untergebracht – mit drei Bankett-
und Tagungsräumen sowie einem Veranstaltungsort für Wein- proben und Delikatessen-Verkostungen. ◊ MK


Hinweis:
Kalimera
Steinriede 2
30827 Garbsen
Tel. 05131/ 46 21 0
www.kalimera-hannover.de

Öffnungszeiten:
Mo - Fr ab 9 Uhr
Sa & So ab 9.30 Uhr


Ambrosia

Die Speise der Götter

Ambrosia - Göttlich speisen in Groß-Buchholz

Welch biblisches Bild: Dieser kleine Olymp der griechischen Kochkunst befindet sich seit bald 24 Jahren in einer ehemaligen Fachwerkscheune, schattig beschützt von einer 500 Jahre alten Eiche.

Und ihr guter Hirte – um bei diesem Bild zu bleiben – ist Nikolaos Ignatidis. Ein einfa- cher Mann, der mittags gern unterm Laub des alten Baumes sitzt und die Ruhe ge- nießt, die dieses Idyll abseits der lärmigen Straße umgibt. Er wartet auf seine tägliche Lammlieferung – große Fleischstücke, aus denen in der gläsernen Küche bis zum Abend gabelzarte Koteletts und Steaks oder wunderbare Braten mit Bergkräutern in pikanter Minz-Senf-Sauce werden. Die wahre Götterspeise in der gemütlichen und geschmackvoll dekorierten Schlemmer-Remise aber ist das Olivenöl, mit dem gekocht und zubereitet wird. Eine schlichte Delikatesse vom familieneigenen Olivenhain in Litharia bei Naussa, sonnig-gelb und rar, denn dort stehen nur rund 600 Chalkidiki-Bäume. Ebenso selten ist, dass die mit Bedacht zusammengestellte Karte den Gast mit einer erlese- nen Auswahl an Meeresfrüchten und Fisch-Spezialitäten begrüßt. Erst im Anschluss wird auf wenigen

Gemütlich - Die Fachwerk-Sitzecke

Seiten aufgezeigt, was es Feines an Fleisch und an wohl ausge- wählten, hervorragenden griechischen Weinen dazu gibt. Posei- don-Platten und Prometheus-Pfännchen sucht man vergeblich, aber ein Adonis-Teller hat sich dann doch eingeschlichen – als Dessert mit Eiscreme, Früchten, Joghurt, Honig und Nüssen. ◊ MK


Hinweis:
Ambrosia
Groß-Buchholzer-Kirchweg 70
30655 Hannover/ Groß-Buchholz
Tel. 0511/ 547 88 21
www.ambrosia-restaurant.de

Öffnungszeiten:
Di-Sa ab 17.30
So 12-15 und ab 17.30 Uhr


Porträt - Restaurant "Naxos"

Ilias bittet zu Fisch

Heiß begehrt – Die Grillspezialitäten vom "Naxos"-Küchenchef Ilias Chazopoulos

"Alles mit Liebe gemacht" sagt Ilias Chazo- poulos und zeigt zufrieden auf die Dorade und die Zitronenkartoffeln.

Beides hat er gerade für unseren sommer- lichen Genießer-Tipp (siehe Rezept) zube- reitet. Der 51jährige Küchenchef vom Res- taurant "Naxos" in der Osterstraße arbeitet konzentriert und mit kräftigen Händen, die fühlen, wann der edle Fisch auf dem Holz- kohlegrill gar ist. Das sei alles eine Sache der Erfahrung, meint Ilias. Immerhin kocht er schon seit bald 30 Jahren, immer in der- selben Küche. Seinen Arbeitsplatz hat er seit September 1980 nie gewechselt. Da- mals ging er aus Amorio in Thrakien im Nordosten Griechenlands fort, um wie so viele seiner Landsleute in Deutschland zu arbeiten. "Hier habe ich Kochen gelernt, und mittlerweile ist das Restaurant meine Familie und die Küche mein Zuhause", sagt Ilias und lächelt mit freundlicher Bescheidenheit. ◊ MK


Kochrezept | Der sommerliche Grill-Tipp für Genießer

Zipura à la Ilias

Zutaten (für 1 Person)
1 ganze Dorade (ca. 380 Gramm)
2 faustgroße Kartoffeln
3 Zitronen
2 Tomaten
1/2 Kopf grüner Salat
3 Knoblauchzehen
5 EL Olivenöl
5 EL Milch
Dill, Oregano, Pfeffer und Salz, Essig

Zubereitung (ca. 1 Std.)
· Die Dorade mit 3 Zitronenscheiben, 2 Knoblauchzehen und etwas Dill füllen, leicht salzen und ca. 20 Minuten mit etwas Abstand über der glühenden Holzkohle grillen
· Kartoffeln schälen und in gleichmäßige Spalten teilen, alles in eine Backform geben, pfeffern und salzen, die Milch und 3 EL Olivenöl dazugeben, mit Alufolie abdecken und im vorgeheizten Ofen ca. 45 Minuten bei 140 °C (Umluft) auf mittlerer Schiene garen lassen. Danach die Backform kurz aus dem Ofen nehmen, die Alufolie entfernen, die Kartoffeln mit etwas Zitronensaft beträufeln und mit frischem Oregano bestreuen, die Alufolie wieder darüber decken und nun auf der oberen Schiene für weitere 10 Minuten erneut ab in den Ofen
· Währenddessen den grünen Salat in schmale Streifen schneiden, mit Essig, Öl etwas Zitronensaft und einer Prise Salz anmachen - Schließlich alles auf einem Teller anrichten
Kali Orexi wünscht Ilias!


Minoas

Tradition trifft auf Moderne

Minoas - Schlemmen mit (Jugend)Stil

Das weithin als "Der Grieche" bekannte Restaurant im Stadtteil Bothfeld wird seit 1981 von der Familie Kerastas betrieben und hat sich diesen Namen mit Bestän- digkeit und Qualität verdient.

Gründer und Familienoberhaupt Sokrates kam als einer der ersten griechischen Ein- wanderer bereits 1959 von Theben bei Athen nach Hannover und eröffnete 1968 die "Gilde Bierstuben" am Lister Platz. Nach einem weiteren Lokal in der Sallstraße fol- gte schließlich das "Minoas", das seit 1993 nun sein Sohn Nico weiterführt. Mit frischen Ideen und beachtlichem Erfolg – trotz eines schweren Brandschadens Mitte der vergan- genen Neunziger Jahre. In dem recht kom- pakten Gastraum, der von Jugendstil-ähn- lichen Lampen dezent ausgeleuchtet wird, sitzt man behaglich an leicht erhöhten Ti- schen unter einem farbenfrohen Glasmo- saik und kann in aller Ruhe und ohne Folk- lorekitsch die bewährte Landesküche ge- nießen. Slow Food aus dem modernen Griechenland, gewissermaßen. Neben rund 25 verschiedenen Vorspeisen bietet die Karte überwiegend die allseits beliebten Grill-Spezialitäten als Platte oder Tel- ler mit feinem Fleisch von Lamm, Rind und Schwein sowie mit fangfrischen Filets von Lachs, Zander und Seezunge. Besondere Leckerbissen und ein nicht alltäglicher Genuss für Kenner jedoch sind die Baby-Kalamaris mit knackigem Gemüse aus der Pfanne (die es allerdings nur als Tagesempfehlung gibt) und die traditionellen Topfgerichte mit zartem Lamm. ◊ MK


Hinweis:
Minoas
Im Heidkampe 25
30659 Hannover-Bothfeld
Tel. 0511/ 64 85 24
www.minoas-der-grieche.de

Öffnungszeiten:
Mo-Sa ab 17 Uhr
So 12-15 Uhr und ab 17 Uhr

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