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REISE

Urlaubsziel | Griechenland

Magie der Vielfalt

Glaubt man offiziellen Angaben, dann gehören rund 3.000 Inseln zu Griechenland. Allerdings sind davon nur etwa 160 bewohnt und auf 60 von ihnen kann man Urlaub machen.

Die meisten Inseln liegen im Ägäischen Meer zwischen dem griechischen Festland und der Türkei – wie etwa die Inselgruppen der Kykladen (mit Mykonos, Santorin, Naxos u. a.) sowie die der nördli- chen und südlichen Sporaden (mit Lesbos, Rhodos und Kos). Vor der makedonischen Küstenregion im Osten des Festlandes befindet sich die Insel Thassos und die Halbinsel Chalkidiki mit ihren drei "Fingern". Auf dem östlichen Finger liegt, seit der Besetzung Tibets durch China, das letzte theokra- tische Staatswesen der Welt: die orthodoxe Mönchsrepublik Athos. Nach Süden hin wird die griechi- sche Inselwelt von Kreta abgeschlossen. Im Südwesten liegt die Peloponnes – vom Festland durch den Kanal von Korinth getrennt, der das Ägäische mit dem Ionischen Meer und seinen Inseln Korfu, Zakynthos und Kefalonia verbindet.

Farbenfrohe Vielfalt - So schmeckt Griechenland

Sehenswert sind auch Griechenlands zahlreiche Ge- birgsketten, die ein gutes Revier für den Wintersport bieten. Das Pindosgebirge etwa teilt das Festland in eine größere östliche und eine kleinere westliche Re- gion und setzt sich im Süden auf der Peloponnes in der Kette des Taygetos-Gebirges fort. Die höchsten Berge des Landes (wie etwa den Götterberg Olymp mit seinen 2.917 Metern) findet man im Nordosten. Die ideale Reisezeit für einen Badeurlaub ist von Mit-
te Juni bis Ende Oktober: Dann erreicht das Meerwas- ser wohlige 27 Grad Celsius, während es an Land schon mal deutlich über 30 Grad Celsius warm wer- den kann. Für Rundreisen und Besichtigungen emp- fehlen sich die Monate Mai, September und Oktober. Immer beliebter werden naturbezogene Exkursionen sowie Wellness- und Aktivurlaube, Kreativferien, Individualtourismus und Städtereisen, die künftig verstärkt für die "Magie der Vielfalt" in der griechischen Tourismusbranche stehen.

Chalkidiki befindet sich im Nordosten Griechenlands und zählt zum geographischen Bezirk Makedoni- en (nicht zu verwechseln mit dem eigenständigen Staat Mazedonien). An ihrem Ende fächert sich die Halbinsel in drei weitere, fingerähnliche Halbinseln. Aufgrund ihrer geographischen Anordnung ergibt sich von oben betrachtet das Bild eines Dreizacks, der in das blaue Meer der Ägäis sticht. Die Land- schaft Chalkidikis mit ihren etwa 500 Küstenkilometern ist von dicht bewachsenen Hügeln und Ber- gen sowie von ausgedehnten Sand- und Kiesstränden geprägt. Die Gewässer rund um die Chalkidiki gelten als die saubersten Griechenlands, denn weder Industrie noch belastete Flüsse können das Meer dort verschmutzen.

Kapelle - Der Glaube ist allgegenwärtig

Der westliche Finger Kassandra ist besonders beliebt wegen seiner langen und golden schimmernden Strände. Kassandra kann man auf einer Ringstraße in kurzer Zeit umrunden. An ihr liegen Urlaubsorte wie Afitos, Kallithea Pefkochori und Cap Sani. Afitos ist ei- ne der älteste Siedlungen Chalkidikis. Der gut erhal- tene Dorfkern wird am Abend für den Verkehr ge- sperrt und lädt zum ungestörten Flanieren und Ver- weilen ein. Kallithea hingegen ist das touristische Zentrum der Kassandra. Hier befinden sich zahlreiche Hotels, Pensionen, Tavernen, Cafés, Supermärkte und Diskotheken. Übersetzt bedeutet der Ortsname "schöne Aussicht". Und tatsächlich hat man vom Dorf- platz einen wunderbaren Blick über weite Teile der benachbarten Halbinsel Sithonia. Cap Sani dage- gen besteht ausschließlich aus mehreren Hotelkomplexen, die in einem großen Naturschutzgebiet mit herrlichem Sandstrand liegen.

Der mittlere Finger Sithonia ist gebirgiger und bewaldeter als Kassandra und besteht hauptsächlich aus Steilküste. Zu ihren Füßen finden sich viele malerische Buchten, die oft nur von der Seeseite zu erreichen sind. Urlauber erholen sich gern in Orten wie Nikiti, Neos Marmaras, Sarti oder Vourvou- rou. Das Dorf Neos Marmaras ist das kosmopolitische Zentrum Sithonias. Der Ort wirkt von der Küs- te aus gesehen wie ein Amphitheater und verbindet Entspannung und Unterhaltung auf einzigartige Weise. Sarti, die Perle Sithonias, hat sich seinen urbanen Charakter bewahrt. Hier gibt es keinen Massentourismus und auch keine Hotelburgen, dafür einen zwei Kilometer langen Sandstrand, der mit der Blauen Flagge für hervorragende Strand- und Wasserqualität ausgezeichnet wurde. Der Ort Vourvourou beeindruckt mit den rundum dichtbewaldeten Bergen und seinen vorgelagerten Inseln. Es heißt, dass auf der größten von ihr die meisten verborgenen Strände Chalkidikis zu finden seien.

Abendstimmung - Sonne und Meer genießen

Athos vervollständigt dann den "Dreizack des Posei- don". Namensgeber der Halbinsel ist der gleichnamige Berg, der an der Südspitze über 2.033 Meter majes- tätisch aus der Ägäis emporragt. Den größten Teil dieses Halbfingers nimmt die Theokratische Republik Agion Oros ein. In ihrer Blütezeit lebten in den 40 Klöstern rund 40.000 Mönche, heute sind nur noch 20 von ihnen bewohnt. Agion Oros ist für Frauen nicht zugänglich, Männer hingegen dürfen die Mönchsrepu- blik mit einer Sondererlaubnis besuchen. Der letzte frei zugängliche Ort vor der streng bewachten Land- grenze der Mönchsrepublik ist Ouranoupolis (Him- melsstadt). Von hier aus werden Ausflugsfahrten per Schiff entlang der Westküste des Agion Oros angebo- ten. Allerdings nähern sich die Ausflugsschiffe der Küste nicht mehr als 500 Meter, um die Ruhe der Mönche nicht zu stören. Ein ganz besonderes und volksfestähnliches Ereignis ist in jedem Jahr auch das Durchschwimmen des Toronäischen Golfs zwischen Kassandra und Sithonia. ◊ EP

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